Experimente in Schwarz-Weiß

Für mich war Schwarz-Weiß-Fotografie lange eine analoge Domäne. Es war spannend, mir ein geeignetes Motiv zu suchen und vorzustellen wie es wohl in Schwarz-Weiß wirken würde. Licht und Schatten bekamen für mich eine ganz andere Bedeutung. An den Einstellungen überlegte ich ewig herum. Ich gab mir deutlich mehr Mühe.

Der Umstieg auf digital hatte daher erst einen negativen Beigeschmack: Die Magie der Schwarz-Weiß-Fotografie schien verflogen. Doch seit ich Photoshop nicht nur als Manipulation, sondern als meine digitale Dunkelkammer verstehe, haben sich die Möglichkeiten sogar vervielfacht.

Ich habe viel herumprobiert, um die passenden Einstellungen für mich zu finden. Graustufenkonvertierung in Camera RAW oder doch lieber die Schwarzweiß-Einstellungsebene? Also zurück zu den Anfängen: Ich las Ansel Adams Bücher, versuchte das Zonensystem zu verinnerlichen und scheiterte letztlich an seiner mathematischen Natur.

In “Die kreative digitale Dunkelkammer” fand ich einen Tipp, mit dem ich ein bisschen experimentiert habe.

Einsicht

Aussicht

Wie Eismann und Duggan schreiben, geht diese Technik auf den Fotografen Greg Gorman zurück.

Und so geht’s:

Bis hierhin noch nichts Ungewöhnliches. Im nächsten Schritt kehrt er die Helligkeitsauswahl um und fügt eine Farbfüllebene hinzu:

Fertig.

Quelle: Katrin Eismann und Seán Duggan: Die kreative digitale Dunkelkammer. O’Reilly: 2009, 160ff.
Dieses Buch macht wirklich großen Spaß.

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