Meine Frage des Tages

gepostet von salome

Meine Frage des Tages lautet heute:
Wie soll ich arbeiten, wenn mein Programm ständig zusammenkracht? Darf man da nicht auch mal die Hoffnung verlieren, wütend werden und auf den Tisch hauen?
Man darf, aber nur, wenn man ein Gegengewicht zur Wut findet. Heute ist das die Aussicht auf ein schönes Abendessen und ein gutes Buch, zwei Dinge, die ich mit Genuss verbinden werde.

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Nie wieder Schlaf

American Streber wird sie genannt; die Generation jünger amerikanischer Autoren, die vor der großen 30 erste literarische Schritte gehen. Das ist untertrieben. Romane, Lesereisen, Eliteuniabschlüsse… Ja, schlafen die denn gar nicht?

Artikel über diese Wunderkinder sind frustierend. Sie deprimieren mich. Ich habe das Gefühl, nicht mal Zeit für das Ausspinnen eines Kurzgedankens zu haben. Es ist wohl alles nur eine Frage der Disziplin und der Prioritäten.

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Welt der Wunder

Ja, ja, die Welt ist voller Wunder. Wie zum Beispiel der Beitrag aus gleichnamiger Sendung, der am 01. Oktober 2006 auf RTL 2 ausgestrahlt wurde.

Thema: Metal Storm, eine Waffe, die bis zu einer Million (1.000.000!!!) Projektile in nur einer Minute abschießen kann.

In der englischen Wikipedia lässt sich viel wundernswertes über die Waffe, ihre Nichteinsetzung, ihre Finanzierung, ihre Nichtfinanzierung erfahren: http://en.wikipedia.org/wiki/Metal_storm

An diesem Irrsinn allein ließe sich schon verzweifeln. Aber der Beitrag in “Welt der Wunder” schlägt dem Faß den Boden aus. Ergänzt war der Waffenbericht mit zahlreichen, sinnfernen Ausschnitten aus dem Film “Lord of War” mit Nicholas Cage. (Der Zuschauer fragt irritiert: Was will der Redakteur mir damit sagen?) Die Ausschnitte zierte der dezente Hinweis, dass die DVD im Handel erhältlich sei. (Aha, des Pudels Kern!) Aus einem kurzen Bericht, wie er sonst für dieses Fernsehformat üblich ist, wurde eine 20-minütige Werbeveranstaltung für die neuerschienene DVD.

Für wie blöde haltet Ihr uns eigentlich? Sowas von gekauftem Beitrag habe ich noch nicht erlebt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Bericht schlecht recherchiert war.

Wer danach die Schnauze noch nicht gestrichen voll hatte, konnte noch erleben wir Hendrik Hey sich endgültig zum Idioten stempelte. Seinen Vorbericht zu einem neuen Fluggerät absolvierte er in einem schlechtsitzenden Supermann-Kostüm vor einem Bluescreen schwebend. Wunder der modernen Fernsehtechnik.

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