Bilder selbst aufziehen

Ich fotografiere nicht nur gern, ich sehe mir meine Bilder auch gern an und zwar nicht nur am Rechner. Vor ein paar Monaten begann ich, mich nach Online-Fotolaboren umzusehen. Ich wollte nicht nur Abzüge bestellen, sondern war auf der Suche nach Laboren, die meine Bilder mit ordentlicher Qualität zu vernünftigem Preis aufziehen würden.

seen.by, Whitewall, Fineart Prints, PosterXXL – das Angebot ist vielfältig, aber nicht wirklich durchschaubar. Kann ich selbst Formate vorgeben oder habe ich nur eine beschränkte Auswahl zur Verfügung? Alu-Dibond oder Acrylglas – was ist wohl besser für meine Zwecke? Ist die Wandhalterung nun dabei oder nicht? Bei PosterXXL zum Beispiel war sie das nicht. Kostspieliges Ausprobieren, bei welchem Anbieter mir Service und Qualität am besten gefallen.

Bei PosterXXL habe ich “On The Gravelroad” auf Alu-Dibond in der Größe 60*40 aufziehen lassen. Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden. Aber: 70 Euro, Lieferzeit: fast 4 Wochen. hm.

Ein Bekannter gab mir den entscheidenden Stoß in die richtige Richtung: Warum machst Du das nicht selber? Spanplatte zuschneiden lassen, Acryllack, Holzleim, Abzug drauf – feddich.

Ich stieß auf ein allerletztes Problem, für das ich bisher noch keine gute Lösung gefunden habe: Ich suche ein Online-Fotolabor, dass mir meine Abzüge auf mattem Fotopapier anfertigt. Whitewall hat nur Glanz im Angebot und das auch noch mit obligatorischem Dreizentimenterrand. Schade, bei den Formaten sind sie so flexibel. seen.by hat zwar Seidenmatt als Option, gibt mir aber bei den Größen wenig Spielraum. Die Drogiermärkte drucken nur kleine Formate. Die Möglichkeit des Selberdruckens habe ich nach einem Abend, den ich mit Monitor kalibrieren, Drucker einstellen, Farben kontrollieren und verschwendeter Tinte und Fotopapier verbrachte, ebenfalls ausgeschlossen.

Vorschläge sind also dringend willkommen.

Nichtsdestotrotz habe ich meinen ersten Testlauf hinter mir. Eine MDF-Platte und ein wenig Bastelkram ist alles, was man braucht:

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Experimente in Schwarz-Weiß

Für mich war Schwarz-Weiß-Fotografie lange eine analoge Domäne. Es war spannend, mir ein geeignetes Motiv zu suchen und vorzustellen wie es wohl in Schwarz-Weiß wirken würde. Licht und Schatten bekamen für mich eine ganz andere Bedeutung. An den Einstellungen überlegte ich ewig herum. Ich gab mir deutlich mehr Mühe.

Der Umstieg auf digital hatte daher erst einen negativen Beigeschmack: Die Magie der Schwarz-Weiß-Fotografie schien verflogen. Doch seit ich Photoshop nicht nur als Manipulation, sondern als meine digitale Dunkelkammer verstehe, haben sich die Möglichkeiten sogar vervielfacht.

Ich habe viel herumprobiert, um die passenden Einstellungen für mich zu finden. Graustufenkonvertierung in Camera RAW oder doch lieber die Schwarzweiß-Einstellungsebene? Also zurück zu den Anfängen: Ich las Ansel Adams Bücher, versuchte das Zonensystem zu verinnerlichen und scheiterte letztlich an seiner mathematischen Natur.

In “Die kreative digitale Dunkelkammer” fand ich einen Tipp, mit dem ich ein bisschen experimentiert habe.

Einsicht

Aussicht

Wie Eismann und Duggan schreiben, geht diese Technik auf den Fotografen Greg Gorman zurück.

Und so geht’s:

Bis hierhin noch nichts Ungewöhnliches. Im nächsten Schritt kehrt er die Helligkeitsauswahl um und fügt eine Farbfüllebene hinzu:

Fertig.

Quelle: Katrin Eismann und Seán Duggan: Die kreative digitale Dunkelkammer. O’Reilly: 2009, 160ff.
Dieses Buch macht wirklich großen Spaß.

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Photoshop-Aktionen: Vintage

Ich beschäftige mich gerade intensiv mit meiner digitalen Dunkelkammer. Als ich 2008 doch endlich von analog auf digital umstieg, war mir die ganze Photoshoperitis ein Greuel. Gerade die Vorarbeit, die ich in ein Bild investierte, mir Ausschnitt, optimale Einstellungen und was ich eigentlich festhalten wollte, vorher genau überlegt, machte für mich den Reiz aus. Das Geknipse, Gelösche und Getune fand ich doof.

Die Versuchung ist natürlich groß, da die Angst des Fotografen vor dem Rollenende aufgehoben ist. Trotzdem versuche ich weiterhin zu sehen, zu fühlen und zu grübeln, bevor ich auf den Auslöser drücke. Mit dem Unterschied, dass ich Photoshop mittlerweile als meine digitale Dunkelkammer verstehe. Also habe ich das ein oder andere Gadget aufgerüstet und versuche, Photoshop genauer unter die Haube zu gucken. Buchtipp nebenbei: “Die kreative digitale Dunkelkammer” von Katrin Eismann und Seán Duggan erschienen bei O’Reilly.

So bin ich auf das Thema “Photoshop-Aktionen” gestoßen. Auf FlickR sind mir vor allem die Bilder von Sid Black aufgefallen. Mir war klar, dass seine Bilder mit Photoshop nachbearbeitet waren, aber ich wollte wissen wie. Ich erinnerte mich an einen Vintage-Effekt, den ich auf 96dpi sah. Bingo: PS-Aktionen… Ich probierte also gleich damit herum:

Küchenfenster Schloss Schleißheim (vorher)

Nachher

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Kapstadt – Das Finale

Zu Kapstadt habe ich seit meiner Jugend eine tiefe, sehnsüchtige Verbindung. Ich kann es nicht erklären, aber Südafrika, seine Geschichte, seine Kulturen, Land und Leute, übten eine magische Anziehung auf mich aus. Alles, was ich über dieses Land in die Finger bekam, saugte ich begierig in mich auf. Musik, Bücher, Bilder – ich las über die Geschichte der Kolonialisierung, der Apartheid, über Steve Biko und Nelson Mandela. Durch Kapstadt zu laufen, sollte zu meinem Lebenstraum werden. …weiterlesen…

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Frühling – jetzt aber wirklich

Ich probiere hin, ich probiere her. Ich kann nicht anders, denn ich bin unglücklich mit dem Design von verschattet.de. Gut, vielleicht ist es auch eher Prokastination. Bevor ich richtig los blogge, muss ich aber wirklich erstmal ordentlich aufräumen, die Fenster putzen, das Design überarbeiten, wie sieht das denn schon wieder hinter der Heizung aus – wer kann denn so arbeiten? …weiterlesen…

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